Deutscher Phantastik Preis 2014

Liebe Leserinnen und Leser,

nur ein kleiner (aber irgendwie doch großer) Blogpost zwischendurch:

„Dorn“ hat es doch tatsächlich auf die Shortlist des Deutschen Phantastik Preises 2014 geschafft. Das ehrt und berührt mich natürlich sehr! Vor allem, wenn man sich dabei in solch netter wie illustrer Gesellschaft befindet.

Wer für mich abstimmen möchte, kann das unter http://dontapir.de/dpp/Wettbewerb_Hauptrunde/ tun. Das Ganze funktioniert ohne jegliche Werbung, Spam oder irgendwelche nervigen Abos. Ich freue mich über jede einelne Stimme!!

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Und nun zurück an den Text!

Euer Thilo

Preis und Interview

Im Herbst wird ja jährlich der Deutsche Phantastik Preis verliehen. Für den läuft im Moment die Nominierungsphase. Das Ganze ist ziemlich einfach. Man bekommt eine Mail mit einem Code und mit dem darf man dann Vorschläge einreichen. Keine Werbung, kein Spam, keine Abos.

Ich fände es natürlich sehr cool, wenn es „Dorn“ auf die Liste der nominierten (weil meistgenannten) Bücher schaffen würde.
Nominieren könnt Ihr es hier: http://dontapir.de/dpp/Wettbewerb_Vorrunde/

Darüber hinaus gibt es ein neues Interview mit mir. Geführt hat es André Kanngießer im Zuge seines 12-Wochen-Experiments. Wer wissen will, was mir so in punkto Schreibtipps einfällt oder in welchem Hogwarts-Haus ich gelandet wäre, der kann hier vorbeischauen: http://12wochenexperiment.wordpress.com/2014/03/01/interview-mit-thilo-corzilius/

Ansonsten kann ich noch gestehen, dass ich mich während des rheinischen Karnevals feige aus dem Staub gemacht habe und stattdessen viel Zeit in Wiener Kaffeehäusern zugebracht habe. Schreiben tue ich natürlich auch und ich bin zuversichltich, dass ich bald rausposaunen darf, woran genau.

Daneben wird Frank Schätzings „Die dunkle Seite“ gelesen und Gary Go gehört.

Making Of Dorn

Liebe Leserinnen und Leser,

 

ich hatte auf Facebook und Twitter ja bereits angekündigt, noch ein kleines Making Of zur Welt Dorn zu verfassen. In den letzten Wochen fehlte mir etwas die Zeit dazu, aber jetzt habe ich einmal ein freien Abend. Hier ist es also. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

 

Alles begann ein paar Monate, nachdem ich Tolkiens „Der Herr der Ringe“ gelesen hatte. Zwar hatte ich zuvor schon andere Werke gelesen, die man klassischerweise der High Fantasy zuschreibt, aber Tolkien hat mich förmlich umgehauen. Während in anderen Büchern die Fantasywelt oft nur Beiwerk ist, um die Geschichte des Buches zu erzählen, so war es bei Tolkien genau andersherum. Ihm war seine Welt wichtig gewesen. Ein großes, ultrakomplexes Ganzes.

Der Gedanke, eine eigene konsistente Welt zu entwerfen, um darin Geschichten ansiedeln zu können, faszinierte mich schon damals als Teenager sehr. Und eines Tages schnappte ich mir schließlich ein A5-Ringbuch und fing einfach mal an. Dies hier ist der Beginn der ersten Seite:

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Als Schüler habe ich damals gewohnheitsgemäß alles mit dem Füllfederhalter geschrieben – und mein Schriftbild war auch noch ein wenig rundlicher als es heute daherkommt (es hat unter der Benutzung von Kugelschreibern und dem schnellen Mitschreiben in Vorlesungen an der Uni doch ein wenig gelitten). Ich glaube, diese erste Seite ist ein gutes Beispiel dafür, dass es mir tatsächlich gar nicht vordergründig darum ging, eine Fantasygeschichte zu erzählen und einen Plot zu entwerfen. Zunächst einmal sollte die Welt an sich überhaupt funktionieren. Ihr Arbeitstitel war übrigens „Alte Welt“ – da der aber schon belegt war, habe ich ihn nach einigen Jahren geändert.

Diesem ersten kurzen Aufsatz „Über Magie“ folgte ein zweiter „Über die Entstehung der Welt“. Der Untertitel „Die erste Epoche“ lässt unschwer erkennen, dass Tolkien mit seinen Zeitaltern damals eine große Inspirationsquelle gewesen ist, das brauche ich gar nicht zuverheimlichen. Später habe ich die Epochen in Äonen umbenannt, weil mir das Wort besser gefiel. Und so heißen sie bis heute. Ich wollte nicht das Rad neu erfinden, ich wollte meine Sache bloß ordentlich machen. Obwohl ich natürlich wusste, dass ich die Fülle an Details von Tolkiens Mittelerde wahrscheinlich niemals erreichen würde. Aber ich wollte sehen, wohin es mich führte. Und dazu gehörte, dass ich zunächst einmal definieren wollte, wie meine Welt überhaupt funktionierte.

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In diesem Aufsatz „Über die Entstehung der Welt“ hab ich einen Schöpfungsmythos entworfen von einem schlafenden Gott, der sich zunächst sieben magische Kinder erträumt. Diese Traumgötter erschufen dann die Welt. Natürlich haben sich Namen und anderen Feinheiten mit der Zeit geändert, aber im Großen und Ganzen ist es dasselbe geblieben. Diese Götterkinder namens Illunín werden heute auf Dorn als Götter verehrt, von den Elben, ebenso wie von den Menschen, obwohl man allerorts unterschiedliche Namen für sie hat. Und das Wort „Dorn“ ist elbisch für „Traum“ – weil die Welt ja theoretisch nichts anderes ist, als der fortdauernde Traum eines Gottes.

Es folgten noch ein paar weitere Aufsätze über Äonen und die Entwicklung der Welt zu dem Zustand, an dem ich anfangen wollte, sie mit Geschichten zu füllen (ein Äon hieß damals „Das Zeitalter der Zauberer“ – aber das habe ich verworfen, weil es später nicht mehr zu der Art und Weise passte, wie auf Dorn Magie betrieben wird).

Ich begann auch, erste Karten zu skizzieren.

Hier ist zum Beispiel die erste Version dessen, was später das Eherne Reich werden sollte.

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Damals war das Seenland noch als unabhängiges politisches Gebilde gedacht (was sich jetzt noch darin widerspiegelt, dass es als einziges Fürstentum im Reich demokratische verfasst ist) und dahinter sollte der Ozean beginnen, der den West- und den Ostkontinent der Welt trennte. Doch irgendwann habe ich das Ganze mit Landmasse gefüllt. Hauptsächlich, weil ich mehr Platz benötigte, um all die phantastischen Orte und Völker unterzubringen. Die Grundform des Reiches war der finalen Version aber bereits sehr ähnlich. Dort ist auch zu erkennen, warum der Große Golf so heißt, wie er heißt: Im Süden macht er nämlich einen großen Bogen und bildet die typische übergroße Bucht. Früher einmal lag hier ein von Aussiedlern gegründetes Siedlerreich namens Anarien. Aber das liegt nun etwas versetzt. Stattdessen trennt ein riesiges Gebirge den Kontinent Dorn von seinem Südteil ab.

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Einer der ersten Entwürfe für das Eherne Reich umfasste das Fürstentum Falkenberg (damals noch „Baronie“ Falkenberg mit dem Hauptort „Falkenstein“). Die kleine Burg Tanne war in der ursprünglichen Idee noch eine Spur kleiner als heute, wie man auf dem folgenden Grundriss gut sehen kann.

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Aber diese winzige Burg war mir dann doch ein wenig zu märchenhaft. Zwar entwarf ich gerade eine Fantasywelt, aber die sollte doch schon noch irgendwo ernst zu nehmen sein. Auf der nächsten Skizze kann man sehen, wie die Küstenlinie in Falkenberg ursprünglich einmal gedacht war. Schließlich habe ich die Landzunge aber etwas abgerundet und den Ort Falkenberg weiter nach Osten verlegt. In einer Idee zu der in „Dorn“ erzählten Geschichte spielte auch das eingezeichnete Leuchtfeuer eine Rolle, aber im Buch besucht Deckard es schließlich doch nicht.

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Ich habe früher viel mehr gezeichnet als heute. So sind auch immer wieder solche Bleistiftskizzen entstanden, wie die folgende. Das ist eine der ersten Ideen der Hauptstadt Anselieth. Ursprünglich sollte das Eherne Reich keinen König haben, sondern durch einen unabhängigen Rat der Weisen regiert werden, zu dem jedes Fürstentum einen Teilnehmer entsendet, der nicht gleichzeitig der jeweils regierende Fürst sein darf. Damals sollte dieser Rat in der Turmkammer eines immensen Bauwerks tagen, das eigentlich schon eine Stadt für sich ist. Aber das habe ich schließlich auch geändert, weil es sich beim Durchdenken einer Chronik des Reiches nicht als praktisch erwiesen hatte. Die Tatsache, dass jedes Fürstentum aber bei Dingen wie dem Konklave dasselbe Stimmrecht hat, kommt daher.

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Das nächste Foto zeigt eine der vielen Kartenskizzen, die immer mal wieder zwischen den einzelnen Aufsätzen stecken. Hier ist zum Beispiel das Reich der Harjenner (ursprünglich einmal „Harienner“ geschrieben und mit i und e als einzeln gesprochenen Silben), das der heutigen Version auch schon sehr ähnelt. Nur hieß die Hauptinsel damals noch Lingard und nicht Jorhammer – Den Namen Lingard empfand ich dann aber als zu austauschbar.

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Hier ist eine weitere sehr frühe Entwicklungsstufe des Ehernen Reiches. Damals gab es noch ein Fürstentum namens Turan. Aber ebenso wie bei der Insel Lingard empfand ich den Namen als zu beliebig, sodass er letztlich nicht blieb. Interessant finde ich im Nachhinein besonders, wie sich die Fürstentümer nach und nach verschoben haben. Falkenberg lag ursprünglich etwas mittiger, aber immer schon an der Südküste des Reiches. Die Hauptstadt Anselieth lag zentraler, sodass der Reiseweg theoretisch sehr viel kürzer gewesen wäre als er sich letztlich darstellt.

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Es folgt ein Panorama der Insel Nimor, mit dem Turm Unan, die letztlich beide von der Landkarte verschwunden sind. Ich erwähnte ja schon, dass die Magie in Dorn ursprünglich etwas sehr viel Mystischeres sein sollte, als sie es am Ende geworden ist. Im Klartext: Ich unterscheide immer noch sauber zwischen der Alltagsmagie, der man doch hin und wieder zu sehen bekommt, die allerdings keine großen Effekte hervorbringt. Sie ist teuer und ziemlich unspektakulär, sodass es eher vom Geld abhängt, ob man eine Profession als Magier anstrebt oder nicht – und dann bleibt natürlich die Frage, was man damit auch tatsächlich am Ende anstellt. Daneben gibt es noch die sogenannte Alte Magie. Dinge, die sich mit der modernen Magiewissenschaft nicht erklären lassen (elbische Lieder, alte Artefakte, die großen Magier aus den Legenden etc.).

Die ursprüngliche Idee war, dass es nur diese mystische Alte Magie gibt, die von zweimal zwölf Personen beherrscht werden kann, dem weißen und dem schwarzen Zauberer-Zirkel. Der weiße Zirkel tagte auf der Insel Nimor.

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Hier ist übrigens ein früher Exposé-Versuch zum Buch. Damals habe ich noch mit mehr Seiten geplant, als es am Ende geworden sind. Ich spreche dabei natürlich immer von sogenannten Normseiten (30 Zeilen á 60 Anschläge, wie bei der Schreibmaschine), von denen es am Ende ziemlich genau 500 geworden sind und nicht 800, wie einmal gedacht.

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Das Nächste sind ist Skizzen zu elbischen Schriftzeichen, die auch heute noch Bestand haben. Sie sind in Hamburg entstanden, während ich eigentlich für die Uni hätte lernen sollen. Zwar gibt es irgendwo ein ganzes Alphabet, aber ich muss gestehen, dass ich doch nicht ganz so sprachenaffin bin, wie Tolkien und Schriftzeichen und Grammatikregeln regelmäßig vergesse, wenn ich sie nicht aufschreibe.

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Stammbäume wie den Folgenden habe ich auch zuhauf gezeichnet. Nichts ist schlimmer als Protagonisten, die keine Herkunft haben – zumindest aus meiner Warte als Geschichtenerzähler. Zu wissen, wer die Eltern von Figuren sind, hilft immens und ist sehr aufschlussreich, wenn es um die Charakterisierung von Figuren geht. Außerdem wollte ich natürlich auch an dieser Stelle ein möglichst komplettes Ganzes als Welt schaffen.

Den Namen von Deckards Mutter habe ich später noch in Valia geändert.

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Gaaanz selten haben ich übrigens auch tatsächlich Figuren gezeichnet. Ich war aber nie besonders gut darin, Menschen zu zeichnen. Karten, Typografien, grafisches Arrangieren… solche Sachen kann ich ganz passabel. Aber um Menschen zu zeichnen, bedarf es einer gewissen Übung, zu der ich nie die Geduld hatte. So sind solche Zeichnungen erstens selten und zweitens ist das auch schon die maximale Qualität, zu der ich fähig bin.

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Hier einmal ein Ausschnitt aus einer Reinschrift des Schöpfungsmythos und die Namen der Götterkinder des Allandar, den sogenannten Illunín.

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Hier ist (etwas verwackelt) dann die erste Karte, die ich gezeichnet habe, nachdem das Eherne Reich seine endgültige Form erhalten hat. Sie habe ich schon grob mit einem Bildbearbeitungsprogramm beschriftet und sie lag auch dem Verlag zusammen mit dem Exposé vor.

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Auch über Währungen, ihre Verbreitungen und Systeme habe ich mir den Kopf zerbrochen. Es muss ja alles glaubwürdig sein (Es ist sicher zu merken: Glaubwürdigkeit ist nicht nur Segen, sondern auch Fluch!). Und wenn ich mir schon ausdenke, welches Land mit welchem Handel treibt (und warum), muss ich auch schauen, woher die Wirtschaftskraft kommt und wer mit welcher Art von Geld und Münzen zahlt.

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Auf dem folgenden Blatt habe ich mir eine Übersicht der aktuellen Fürstenhäuser gemacht, samt ihrer Wappen.

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Zu jedem Fürstenhaus kommt dann auch die aktuelle Herrscherfamilie mit ihren Nachkommen (Vorfahren existieren in gesonderten Stammbäumen, dies hier sollte ja vor allem ein Status Quo sein, der mir hilft, das Konklave in Anselieth zu ordnen)

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Auch solche Überlegungen wie auf dem nächsten Bild wollen gemacht werden: Wie viele Personen reisen letztlich denn überhaupt nach Anselieth? Wie hab ich sie mir vorzustellen? Wie sind sie zusammengesetzt? Was sagt dieses Mini-Gefolge über Falkenstein aus? Usw.

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Hier ist der Lageplan von Anselieth zu sehen. Nachdem die Hauptstadt des Reiches an die Südküste gewandert war, brauchte sie auch eine neue Struktur. Die Frage war: Wo liegt eine solche Stadt strategisch am günstigsten? Ein langes Felsmassiv, das aus dem Flussdelta der Ronar herausragt, schien optimal. Östlich des Massivs hatte der Fluss die Landschaft in einen weiten Sumpf verwandelt, von dem aus die Stadt kaum anzugreifen ist. Alles, was auf dem Felsen liegt ist ohnehin gut zu sichern und um die Versorgung der Stadt zum Zwecke einer Belagerung komplett abzuschneiden, müsste man sie gleichzeitig auf dem Seeweg, auf dem Landweg und auch über den Fluss blockieren.

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Solche Lagepläne hab ich übrigens ständig gezeichnet. Hier z. B. der von Lukae (der zweite – der erste sah zwar ähnlich aus, aber ich finde diesen hier bedeutend hübscher).

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Gemäß den Entwürfen für Harjenner-Schiffe (finden sich glaube ich im Making-Of-Video,  hier auf YouTube oder auf Piper-Fantasy.de) habe ich letztlich auch die Skrara gezeichnet, die im Laufe des Romans eine nicht unbedeutende Rolle spielt. Ich denke aber, es ist gut zu sehen, dass Karten und Lagepläne für mich das A und O für Orte sind. Nur so schaffe ich es, einen gewissen Überblick über allerlei Gegenbenheiten zu wahren.

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Das letzte größere Thema, dass ich hier ansprechen will, ist Sprache. Ich denke, es ist im Laufe des Textes ziemlich deutlich geworden, dass ich einen gewissen Wert auf die Ästhetik der Sprache lege. Namen und Orte dürfen nicht einfach bloß mit beliebig zusammengewürfelten Silben benannt sein, sondern sie müssen – wenn möglich – auch nachvollziehbar benannt sein.

Schwieriger gestaltet es sich bei einer ganzen selbstentwickelten Sprache. Richtig entworfen habe ich für Dorn nur eine einzige, nämlich Ilmanar, die Sprache der Elben. Ich war weder so tollkühn, noch so vermessen, sie auch noch in mehreren Stadien, Mundarten und ähnlichem erschaffen zu wollen. Es hat mich schon genug Konzentration gekostet, überhaupt eine einzige Sprache zu entwerfen, die zudem ästhetisch noch meinen Vorstellungen entspricht.

Im Laufe eines Theologiestudiums kommt man unweigerlich mit Sprachen in Kontakt. Bei der Evangelischen Theologie benötigt man zum Beispiel nicht nur ein Latinum, sondern auch ein Graecum und ein Hebraicum. Während ich Altgriechisch verflucht schwer zu erlernen fand, war Hebräisch für mich eigentlich sehr interessant. Es fiel mir auch leicht. Die Sprache war interessant genug, um tiefer in die Materie einzusteigen. So habe ich anschließend nicht nur als Tutor für Hebräisch gearbeitet, sondern auch Kurse in altem Phönizisch und Aramäisch belegt. Und auch solche, in denen es um alte Schriftbilder ging – denn die Menschen haben ja nicht immer alles schön säuberlich auf Schriftrollen geschrieben, sondern es gab für alle Buchstaben auch diverse Formen im Laufe ihrer Entstehung. Außerdem ist es faszinierend für mich gewesen, zu sehen, dass es abseits der romanischen und indogermanischen Sprachen auch andere grammatikalische Systeme gibt, um sich auszudrücken – und um sich sehr gut und sehr poetisch auszudrücken.

Ich habe für Illmanar letztlich eine Mischung aus hebräischer und lateinischer Grammatik verwendet. Das folgende Foto zeigt einen Ausschnitt aus den Tabellen für Konjugationen und Deklinationen, die ich zu diesem Zweck angelegt habe.

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Die Tabellen sind Teil einer Kurzgrammatik, die ich in Hamburg auf meinem Notebook getippt habe – das erste Mal, dass ich Hintergrundinformationen zu Dorn nicht zuerst per Hand aufgeschrieben habe, sondern sie direkt digital. Das hatte gerade bei der Entwicklung der Sprache jedoch den Vorteil, dass am Ende immer jede Silbe und jede Betonung ganz klar zu erkennen ist.

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Was jedoch noch aussteht, ist die Übertragung der elbischen Schriftzeichen in die Umschrift- und Buchstabentabelle. Der Plan ist, irgendwann einmal eine TrueType-Schrift daraus zu machen, um sie direkt am Computer verwenden zu können. Aber ich fürchte, das wird noch eine Frage von Jahren werden.

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Kommen wir zum Schluss: Ich hoffe, ich habe mit diesem etwas längeren Artikel noch mal einen guten Einblick in die Weltenschöpfung Dorn gegeben. Und ich hoffe auch, dass ich entweder neugierig gemacht habe – oder aber Neugierde befriedigt habe.

Wenn es noch weitere Nachfragen geben sollte: Nachfragen hilft -> (kontakt–at–thilocorzilius.de). Ich antworte gerne.

Gute Unterhaltung!

Mein Arbeitszimmer

Ein kurzer Eintrag zwischen den Jahren.

Heute ist bei Piper-Fantasy ein kleines Special zu „Dorn“ online gegangen. Neben der Leseprobe beinhaltet es auch ein kleines Homevideo aus meinem Arbeitszimmer. Wer also einen kurzen Blick auf meinen Schreibtisch und in die (durchaus etwas längere) Entstehungsgeschichte von „Dorn“ werfen will, der klicke auf den nachfolgenden Link:

Piper-Fantasy Special zu „Dorn“

Ansonsten hoffe ich, alle Leserinnen und Leser dieses Blogs haben schöne Feiertage verlebt. Hier in Bonn sind noch bis zum 6. Januar Ferien. Eine Zeit, die ich größtenteils gemütlich im Lesesessel zu verbringen gedenke – Ursula Poznanskis „Fünf“ liegt bereit (außerdem hoffe ich, die letzte paar Rätsel von „The Wind Waker HD“ irgendwann in dieser Woche lösen zu können).
Aber natürlich wird auch weiter fleißig getippt. An was? Das wird noch nicht verraten, aber ich kann versichern, dass ich es für eine ziemlich spannende Sache halte…

Bis dahin
Euer Thilo

Dorn ist erhältlich!!

Lieber Leserinnen und Leser meines Blogs,

seit einigen Tagen ist mein neuer Roman nun erhältlich: „Dorn“.
Was mich besonders daran freut? Nun, zunächst einmal ist es natürlich immer noch jedes Mal ein völlig irres Gefühl, das eigene Buch in den Händen zu halten bzw. es im Buchladen stehen zu sehen. Das würde sich auch nicht ändern, wenn es noch ein paar Bücher werden sollten.
Aber vor allem ist „Dorn“ ein Projekt, mit dem ich mich schon beinahe fünfzehn Jahre befasse. Kaum zu glauben, oder? Ich habe zu Beginn meiner Teenager-Jahre angefangen, diese Welt zu entwerfen – und trotz immer wiederkehrender großer Pausen, hab ich es letztlich immer weiter betrieben. Als dann die Anfrage kam, ob ich mir auch vorstellen könnte, klassische Fantasy zu schreiben, war ich natürlich hellauf begeistert. Und so fühlt es sich noch einmal ganz besonders an, es endlich in den Händen zu halten.
Besonders Cover und Aufmachung sind unglaublich hübsch geworden. Neben dem hervorgehobenen roten Titel gibt es auch noch einige Dornenranken, die sich haptisch vom Cover abheben, aber ansonsten durchsichtig sind. Cooler Effekt.
Ich kann das Buch nun also stolz vorzeigen:

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(auf dem rechten Bild kann man die durchsichtigen Ranken erahnen – das mit den Ranken ist ohnehin interessant, da im Buch selbst gar keine Dornenhecke vorkommt)

Was gibt es sonst neues?
Die ersten Rezensionen zu „Lang lebe die Nacht“ trudeln durchs Netz und ich bin froh, dass auch diese Geschichte bisher durchweg positiv aufgenommen wird.
Ich bin derweil nach Bonn umgezogen und habe hier endlich ein eigenes Arbeitszimmer, das nicht gleichzeitig auch der Raum ist, in dem ich schlafe.
Außerdem habe ich mich in 2013 ein wenig in fantasyfernen Genres umgetrieben und tue es demnächst auch wohl wieder. Mehr dazu aber, wenn es soweit ist.

Ansonsten höre ich wie immer viel Musik, aktuell wieder „Marr“ und „Michael Kiwanuka“. Gelesen habe ich zuletzt „Throne of the Crescent Moon“, dessen erste Hälfte ich zwar schon im Frühjahr gelesen habe, aber dann ist es aus irgendeinem Grund lange liegengeblieben. Außerdem den neuen Asterix-Band, den ich sehr überzeugend fand. Ich freue mich auf die Feiertage, dann werde ich mich vermutlich auch wieder in fantasyferne Welten hineinschmökern (obwohl: Ist nicht fast jede Art von Geschichte irgendwie Fantasy?).

Viele Grüße
Euer Thilo

Stets woanders

Der Fokus liegt in diesen Tagen stets woanders, nur selten dort, wo ich gerade bin. Vier Wochen war ich in Hannover, ein paar Tage nun wieder in Münster, ab Montag zumeist in Bonn. Daneben schiele ich natürlich hin und wieder in Richtung Dorn – aber dazu dann doch mehr zu gegebener Zeit.

Am Wochenende habe ich aus Spaß an der Freude und außerdem sehr spontan den BuchmesseCon in Dreieich besucht. Nicht selbst dort zu lesen und das Rampenlicht anderen zu überlassen, kann extrem entspannend sein. Neben der Buchmesse in Leipzig ist Dreieich ein zweiter Termin im Jahr für mich, an dem ich massenhaft Austausch mit den geballt anwesenden phantastischen Kollegen habe (außer natürlich man trifft sich privat, telefoniert oder mailt).

„Lang lebe die Nacht“ machte sich dort auf der Verkaufsauslage von Feder & Schwert übrigens ganz hervorragend. Und ein paar Exemplare durfte ich dann auch signieren (also so ganz 100& privat war ich dann doch nicht da). Demnächst werde ich wohl mal eine Leserunde anberaumen, bevor es in den heißen Dezember mit der High Fantay geht.

Feder & Schwert sind es übrigens auch, die die Deutschen Phantastik Preis-Gewinner verlegt haben: Judith und Christian Vogt mit „Die zerbrochene Puppe“.
Ganz besondere Glückwünsche meinerseits gehen auch an die Kollegen T. S. Orgel mit „Orks vs. Zwerge“, die als beste Debütanten ausgezeichnet wurden (und deren erste Hälfte immer und überall dem Fluch der digitalen Fotografie frönen muss…). Und natürlich an Bernd Perplies, der für die beste Kurzgeschichte ausgezeichnet wurde.

Und sonst? Ich arbeite fleißig an Texten… wie gewohnt…